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2016: Sankt-Martins-Gedenkjahr in Ungarn

2016 gedenkt die katholische Welt des 1700. Jubiläums der Geburt eines ihrer bekanntesten Heiligen, Sankt Martin, auch Martin von Tours genannt. Der einstige römische Soldat, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte und später zum Bischof von Tours (Frankreich) wurde, wurde auf dem Gebiet des heutigen Ungarns, im pannonischen Savaria geboren. Die Stadt heißt heute Szombathely und ist eines der Zentren des Sankt-Martins-Kultes, genauso wie das Benediktinerkloster im ungarischen Pannonhalma, das auf eine Geschichte von über 1000 Jahren zurückblickt und ursprünglich nach dem Heiligen benannt wurde.


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Sankt Martin auf einem Altarbild (Mittelalter, Ungarn), aus der Sammlung der Ungarischen Nationalgalerie


Szombathely und Pannonhalma sind auch die zentralen Orte des Sankt-Martins-Gedenkjahres in Ungarn. Im Juni wurde die Ausstellung Szent Márton & Pannónia (dt. 'Sankt Martin & Pannonia') eröffnet, die über die fünfhundert Jahre währende Geschichte der ehemaligen römischen Provinz und somit auch über den Alltag der Zeit von Sankt Martin informiert. Einer der Ausstellungsorte ist das Iserium Savariense, das einstige Isis-Heiligtum von Savaria. Hier wird die Geschichte von Pannonia und Savaria vor der Zeit von Sankt Martin erzählt, während die Schau im Museum des Benediktinerklosters in Pannonhalma Einblicke in die Ära des christlichen Mönches und Bischofs Sankt Martin sowie in die darauffolgenden Jahrhunderte gewährt.
Die Ausstellung präsentiert zahlreiche Raritäten, die aus anderen Museen ausgeliehen wurden, wie etwa den mit goldenen Blättchen verzierten Grabfund von Pannonhalma oder den in Budakalász gefundenen Krug mit Jagdszene, ein beispielloses Zeugnis spätbyzantinischer Schmiedekunst. Auch ein Teil des wohl bekanntesten ungarischen Ausgrabungsfundes, des Goldschatzes von Nagyszentmiklós, wird aus der Sammlung des Wiener Kunsthistorischen Museums zu sehen sein.
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Krug aus Messing, um 500 n. Chr., gefunden am Donauufer in Budakalász

Die Doppelausstellung gilt zwar als Hauptprogramm des Gedenkjahres, aber auch weitere Veranstaltungen thematisieren die Figur von Sankt Martin. Die Stadt Szombathely lädt das ganze Jahr zu einer Reihe von Programmen ein, detaillierte Informationen finden Sie unter www.szentmarton.hu. Das 996 am vermeintlichen Geburtsort von Sankt Martin gestiftete Benediktinerkloster in Pannonhalma, dessen Schutzpatron Sankt Martin ist, fokussiert auf Veranstaltungen mit Gemeinschaftserlebnis. Mehr Information finden Sie hier:www.szentmartonev.hu

Über Sankt Martin, auch bekannt als Martin von Tours
Martinus wurde als Sohn eines römischen Tribuns um 316/317 im pannonischen Savaria geboren. Er verbrachte hier jedoch nur einige Jahre und wuchs in Pavia auf, wo sein Vater nach seinem Militärdienst ein Stück Land bekam. Im Alter von zehn Jahren wurde er in die Gruppe der Katechumenen, der Taufbewerber, aufgenommen. Widerwillig beugte Martinus sich dem Gebot des Vaters und schlug eine Militärlaufbahn ein. Während seiner Jahre im Militärdienst vollbrachte er seine bekanntesten barmherzigen Taten. Er starb als Bischof von Tours. Sein Leben kennen wir aus den Schriften des römischen christlichen Geschichtsschreibers Sulpicius Severus. Sankt Martin ist unter anderem Schutzpatron von Frankreich und Ungarn.


 

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