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Goethe-Medaille für Péter Eötvös

Mit der Auszeichnung der Goethe-Medaille, welche vom Goethe-Institut an Persönlichkeiten vergeben wird, die sich in besonderer Weise für den internationalen Kulturaustausch eingesetzt haben, würdigt die Bundesrepublik das künstlerische Schaffen des ungarischen Komponisten und Dirigenten. Die Verleihung steht 2018 unter dem Motto "Leben nach der Katastrophe". Mit den diesjährigen Preisträgern würden vier Persönlichkeiten geehrt, die beispielhaft für einen heilenden Umgang mit Brüchen und existenzbedrohenden Zäsuren stünden. Neben Péter Eötvös erhalten die kolumbianischen Theatermacher Heidi und Rolf Abderhalden vom Kollektiv Mapa Teatro, die schweizerisch-brasilianische Fotografin und Menschenrechtlerin Claudia Andujar die Auszeichnung.

Péter Eötvös. Foto: © Marco Borggreve

Eötvös habe mit seinen kompositorischen Stücken und der Interpretation von Werken anderer zeitgenössischer Kollegen während des Kalten Krieges ebenso wie nach dem Fall der Mauer eine gemeinsame europäische Musikkultur vorangetrieben und präge sie bis heute, erklärte das Goethe-Institut.



Péter Eötvös gehört zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Opernkomponisten. Er wurde 1944 in Odorheiu Secuiesc (Székelyudvarhely), das ehemals zu Ungarn gehörte, geboren. Auf Empfehlung von Zoltán Kodály wurde er mit 14 Jahren in die Budapester Musikakademie aufgenommen. 1966 zog er in die Bundesrepublik, nach Köln, erhielt seine Kontakte zur ungarischen Kulturszene jedoch aufrecht und komponierte beispielsweise zahlreiche Musikstücke für Filme. 1967 war er für ein Jahr Dirigent an der Kölner Oper, von 1968-1976 war er Mitglied des Stockhausen Ensembles. 1979-1991 war er auf Ruf von Pierre Boulez musikalischer Leiter des Ensemble intercontemporain. Zwischen 1985-1988 dirigierte Eötvös des Öfteren das Londoner BBC Symphonieorchester und war zwischen 1992 und 1995 wiederkehrender Gastdirigent des Budapester Festivalorchesters.

Zwischen 1992 und 1998 nahm er eine Lehrtätigkeit an der Karlsruher Musikhochschule wahr, die er 2002 wiederaufnahm. Von 1998 bis 2001 war er Professor an der Kölner Musikhochschule. Zudem leitet er regelmäßig Meisterkurse und Seminare auf der ganzen Welt.

Seit 2004 lebt Péter Eötvös wieder in Budapest, wo er im selben Jahr die Péter Eötvös Stiftung für zeitgenössische Musik ins Leben rief und bereits 1991 das Internationale Eötvös Institut für junge Dirigenten und Komponisten gründete.

2015 wurde Eötvös in Ungarn mit dem k.u. Sankt Stephans-Orden und 2017 mit dem Prima Primissima Preis ausgezeichnet.

 

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