Das dieses Jahr neu eingeführte Programmformat des Collegium Hungaricum Berlin lädt in Deutschland lebende und wirkende Künstler mit einem Bezug zu Ungarn dazu ein, für einige Wochen ein Open Atelier im imposanten Gebäude an der Museumsinsel einzurichten und Interessenten einen Einblick in ihre laufenden Arbeitsprozesse zu ermöglichen – damit auch die gewöhnliche Trennung zwischen dem kreativen Prozess und die Betrachtung der entstandenen Werke aufzulösen. Der zweite Gast des Programms ist ab September 2017 der Maler Gyula Sági, dessen abstrakte Werke in den vergangenen Jahren europaweit zunehmende Beachtung fanden.

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Sági graduierte 2010 als Maler an der Westungarischen Universität. Seine Bilder wurden seit 2010 in mehreren Gruppen- sowie Einzelausstellungen in Budapest, Paris, in Den Haag, Berlin und London gezeigt. 2014 zog er nach Berlin.
Die wiederkehrenden Zeichensysteme sind jeder lebendigen Entität immanent , auf Mikro- und Makroebene gleichermaßen. Auf dieser Regelhaftigkeit basiert Ságis künstlerische Praxis, die in der Natur auffindbare repetitive Strukturen in einer zu äußerst abstrahierten Form - etwa auf dem Niveu visueller Grundzeichen - nachspürt. Nach der Betrachtung organischer Strukturen wendet der Künstler in seinen jüngsten Werken seine Aufmerksamkeit verstärkt geometrischen Systemen zu. In diesen sog. Frequenz-Zeichnungen treffen die spontanen, arryhthmischen Muster und energischen Linien auf nach strikten Regeln aufgebaute repetitive Strukturen.

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Das Atelier im Erdgeschoss des CHB ist ab dem 10. September bis zum 11. Oktober 2017 wochentags zu den Öffnungszeiten des CHB zu besichtigen.