22.September 2017 20:00 | Spirale Residenzen #07 

 

Im September 2017 wird das auf zwei Jahre angelegte musikalische Residenzprogramm des Collegium Hungaricum Berlin fortgesetzt. Diesmal sind neben dem ungarischen Duo, Áron Porteleki, Ádám CzitromMia Dyberg aus Dänemark, eine der interessantesten neuen Stimmen der europäischen Jazz-Szene, sowie die italienische Elektromusik-Produzentin und Perkussionistin Roberta WJM Andreucci für eine Woche zu Gast im Haus. Sie lassen das klassische Konzertformat hinter sich und gestalten gemeinsam eine ungewöhnliche installative Inszenierung.
In der siebten Ausgabe, unter dem Titel Kaleidoscope, setzen sich die KünstlerInnen mit dem Thema Integration auseinander. Als vorletzte Ausgabe der Programmreihe dient sie zugleich als eine Rekapitulation und Reflexion der bisherigen sechs Themen.
Den einwöchigen Workshop wird mit einem Konzert am 22. September im Collegum Hungaricum abgeschlossen.

Die eingeladenen MusikerInnen der Ausgabe #07:

Ádám Czitrom – Gitarre
Áron Porteleki – Schlagzeug
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Das Gitarre-Schlagzeug-Duo von Áron Porteleki und Ádám Czitrom stellt einen markanten Farbfleck in der Budapester alternativen Szene dar. Die beiden Musiker arbeiten auch getrennt in einer Vielzahl musikalischer Projekte und Bands. Sie sind in der Jazz-, Rock- oder in der experimentellen Musik ebenso wie in der ungarischen Volkmusik Zuhause. Als Duo werden sie durch einen radikalen Eklektizismus der Genres und einen driftenden Sound geprägt. Ihre besondere Klangsprache entsteht in dem Aufeinandertreffen von sorgfältig komponierten und sich spontan entwickelnden musikalischen Ansätzen : Die Entfaltung eines seine Identität stets neuerfindenden Geistes, der ausschließlich in der Gegenwart Zuhause sein kann.

Mia Dyberg – Saxophon 
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Fotó: Peter Gannushkin

Saxophonistin aus Dänemark, ein der aufregendsten neuen Gesichter der europäischen Jazz-Sphäre. Ihre einzigartige Klangsprache erschuf sie mittels einer Mischung aus wildem Experimentieren und der skandinavischen Melancholie. Sie arbeitet mit nahmhaften Vertretern der experimentellen Szene wie Clayton Thomas, Herb Robertsn, Axel Dörnern oder Tobias Delius zusammen. Zudem ist sie Gründungsmitglied des internationalen Improvisations-Kollektiv The Community.
„Dyberg nutzt eine breite Spanne ergänzender stimmbildender Mittel und Techniken, von den tief-dialogischen über spielerisch-leichte bis hin zu bluesig-erzählerische Passagen.” – Clifford Allen, New York City Jazz Record

Roberta WJM Andreucci

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Foto: Laura Fusato
Perkussionistin, experimentelle Musik-Produzentin, DJ sowie Inhaberin des Labels Burp Publications. Bereits zum Anfang ihrer Karriere fand sie ihren eigenen Stil, der auf die Nutzung einer vokalen Metasprache sowie der selbstentwickelten Technik “cuttingandslicing” aufbaut. Im Laufe Ihrer über zehnjährige Praxis als Musik-Performerin tauschte sie ihren Perkussions-Set für die hybride Kombination, die aus einer DJ-Booth, einer Radio-DJ-Booth, einem Schwanenhalsmikrofon zu elektorakustischen Experimente sowie einer mnemotechnischen Platte besteht.

 

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Spirale Residenzen (spi.res.)

Das auf zwei Jahre angelegte Musik-Residenzprogramm des CHB mit insg. acht Ausgaben beruht auf dem Modell zur gesellschaftlichen Entwicklung Spiral Dynamics. Es lädt vierteljährlich ausgewählte Musiker*innen aus Ungarn und Deutschland dazu ein, im Rahmen eines einwöchigen kreativen Arbeitsprozesses unter der Anleitung des Kurators je eine Stufe des Modells zu reflektieren. Die soziale Evolutionstheorie Spiral Dynamics setzt sich aus acht Kapiteln zusammen. Jene ergaben die zentralen Themen für die acht Ausgaben des Residenzprogramms.
Die ersten sechs Residenzen (Survival, Séance, Power Gods, The System, The Game, Nexus) nahmen außerordentliche Musiker aus dem zeitgenössischen Musikfeld auf, wie Ernő Zoltán Rubik, Ernő Hock, Axel Dörner, Hannes Lingens, Andrea Belfi, András Halmos, Gábor Csongrádi, Charlotte Simon, S Olbricht, Gaya Arutyunyan, Julia Biłat, Daniel Schwarzwald, Jean-Hervé Peron und Werner Zappi Diermaier, Desney Bailey, Albert Orgon, Gábor Juhász, Szilveszter Miklós, Joel Holmes.
Während der zwei Jahre der Spirale Residenzen wurden die Vorbereitungswochen sowie die einzelnen Performances dokumentiert, aus dem nach Abschluss des Programms ein eigenständiges Dokumentarfilm zusammengestellt wird.

Die bisher entstandenen Videos sind auf der YouTube-Seite des CHB verfügbar.

Facebook-Seite spi.res. : www.facebook.com/8spires