26. Február 2018 20:00 | AV sessions #1 – Enikő Márton und das Wind-Quintett Budapest

Die neue Veranstaltungsreihe des CHB ist bestrebt, audiovisuelle Situationen zu erzeugen, in denen die Disziplinen Szenerie und Sound mit gleicher Intensität und in einem harmonischen Gleichgewicht ohne Hierarchien zu einander erscheinen. Sie begleiten oder ergänzen einander nicht, sondern sie bilden gemeinsam eine neue Dimension. Das erste Event der Reihe reflektiert die übergreifende Jahresthematik des CHB: Ordnung und Utopie. Eingeladen wurde zur Gestaltung dieser ungewöhnlichen Bühnensituation die in Berlin lebende bildende Künstlerin, die zugleich Gast im CHB Atelier ist, Enikő Márton sowie das Budapest Blas-Quintett, das neben freier Improvisation auch Werke von György Kurtág, László Sáry, György Ligeti und Emil Petrovics spielen wird.

 

Enikő Márton

Die DLA Künstlerin Enikő Márton wurde 1980 im ungarischen Fehérgyarmat geboren. Ihr Studium absolvierte Sie an der Künstlerischen Fakultät der Universität Pécs und der Akademie der Bildenden Künste in München. Von 2004-2006 schloss sie außerdem eine Ausbildung als Kunsttherapeutin an der Münchener Kunstakademie ab. Seit 2009 ist sie Doktorandin an der Univesität Pécs. 2015 verteidigte sie erfolgreich Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Farb-Räume am Rand der äußeren wie inneren Ausdehnung – persönliche Wirklichkeitsdarstellungen im Schaffensprozess 2009-2012”.

Seit der Zeit nach ihrem Studium in Pécs und München lebt Enikő Márton in Berlin, wo sie 2006 mit kleineren Unterbrechungen in ihrem Atelier in Mahrzahn zu arbeiten begann. Ihre Laufbahn als Künstlerin kann jenseits der bestehenden Trends der Selbstfindung als Prozess beschrieben werden, einer Überschneidung bzw. einem Treffen von fokussierten Prozessen. Lange Zeit beschäftigte sie sich mit den speziellen Eigenschaften von verschiedenen Stoffen, aber angesichts ihrer Doktorarbeit hat sie sich besonders in die Farbenlehre vertieft. Neuerdings konzentriet sie sich neben der Malerei auch auf die Gestaltung von Objekten. Durch ihre Ausbildung als Kunstpädagogin und –Therapeutin beschäftigte sie sich auch mit autistischen Kindern. Zurzeit arbeitet sie auch in zwei Berliner Schulen und hält außerdem im Rahmen des Vereins Critique & Culture Kunstworkshops für Migrant*innen in Berlin.

 

Wind-Quintett Budapest

Das Quintett wurde 2017 von Studierenden der Franz-Liszt-Musikakademie gegründet. Ihre Mission haben sie in der Vulgarisierung des Genres erkannt, welches sich in Ungarn jahrzehntelang große Beliebtheit erfreute. Darüber hinaus wollen sie  durch ihre Musik den Komponist*innen der jüngeren Generation wie auch dem Publikum die vielfältigen Möglichkeiten und die Vielfarbigkeit der Blasinstrumente bewusst machen. Die Mitglieder der Formation spielen in den wichtigsten Orchestern Ungarns, wie in den Nationalen Philharmoniker, in der Staatsoper Ungarn, Symphonieorchester des Ungarischen Rundfunks.

 

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