6. April – 11. Mai 2018 | CHB Residenz: Ádám Albert

Im Rahmen des einmonatigen Aufenthalts fördert das CHB Künstler mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten, Infrastruktur, Unterkunft und eines Stipendiums bei der Anfertigung einer ortsspezifischen Installation. Ádám Albert wurde vom CHB wegen seiner wegweisenden und vertiefenden Arbeiten für zur Künstlerresidenz 2018 eingeladen, welche Praxis und Theorie auf unzertrennliche Weise miteinander verbinden und die Gattungs- wie materielle Grenzen überschreiten. Die Werke von Albert zeichnen sich darüber hinaus dadurch aus, dass sie Kunst als Teil von gesellschaftlichen und historischen Prozessen ansieht und präsentiert.

Ádám Albert

Ádám Albert, geboren 1975 in Veszprém, ist Dozent an der Universität der Künste in Ungarn. Im Jahr 2000 schloss er sein Geschichtsstudium an der Károli Gáspár Universität in Budapest ab, 2003 machte er seinen Abschluss an der Universität der Künste im Bereich Grafidesign. 2008 promovierte Albert in Geisteswissenschaften und erwarb den Doctor of Liberal Arts Titel. In den letzten Jahren wurden seine Arbeiten in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen präsentiert, darunter beispielsweise Descriptio (2013, FUGA Galerie, Budapest), Taxográfia zusammen mit Anna Zilahi (2016, Labor, Budapest), Melancholy of the Disconstructed Meaning (2017, Gemäldegalerie, Paks) und Egy gyöngybagoly álma (2017, Kisterem Galerie, Budapest). 2015 nahm er als ausstellender Künstler zusammen mit Áron Kútvölgyi-Szabó und Martin Piacek auf der ersten OFF Biennale Budapest teil. Seine aktuelle Ausstellung ist gegenwärtig im Kassák Múzeum zu sehen. Albert erhielt in den vergangenen Jahren zahlreiche Stipendien aus Deutschland und Italien. 2007 wurde er mit dem für Künstler aus Mitteleuropa ausgeschriebenen Essl Preis und 2015 mit dem Leopold Bloom Award ausgezeichnet. 
 
Ádám Albert ist Künstler der Galerie Kisterem in Budapest. 
 
Ádám Albert: Minden a mienk! („Alles gehört uns!”) Installation, Kassák Múzem, Budapest, 2018
Ádám Albert: Egy gyöngybagoly álma. („Ein Schleiereulen Apfel”) Installation, Kisterem, Budapest, 2017
Ádám Albert: Melancholy of the Disconstructed Meaning. Installation, Gemäldegalerie Paks, 2017
Ádám Albert: Munkapróba/BLK 1. („Arbeitsprobe/BLK 1.”) Installáció, Ludwig Múzeum - Kortárs Művészeti Múzeum, Budapest
 
CHB Residency
Das hauseigene Artist-in-Residence Programm des Collegium Hungaricum Berlin startete 2016. Zur Erstellung eines ortsspezifischen Kunstwerks bietet das CHB den eingeladenen Kunstschaffenden Unterkunft, ein Arbeitsraum samt technischer Infrastruktur sowie einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten sowie zu den Produktionskosten. Im Anschluss an den eimomatigen Aufenthalt können die entstandenen Kunstwerke bis zum Beginn des nächsten Residency vor Ort besichtigt werden. 
Die erste Teilnehmerin des Residenzprogramms war Hajnalka Tarr. Ihre an vier Standorten im Gebäude angebrachte Installation unter dem Titel Geometrie des Irratinalen war zwischen Januar und Juni 2017 zu sehen. 
Der Bildende Künstler Áron Kútvölgyi-Szabó war im Sommer 2017 zweiter Gast im hauseigenen Artist-in-Residence Programm CHB Residency. Die Ergebnisse seines einmonatigen Arbeitsaufenthaltes unter dem Titel Clustering Illusions waren vom Herbst 2017 bis Ende März 2018 am Institut zu sehen. 

Die Teilnahme von Ádám Albert am CHB Residenzprogramm ist Teil des Semmelweis-Gedenkprojekts, welches anlässlich des 200-jährigen Semmelweis-Jubiläums von der Semmelweis Gendenkkommission gefördert wird.