2.-28. Mai 2018 | CHB Incubator

In dem gemeinsam mit dem Snétberger Zentrum für Begabtenförderung initiierten Inkubationsprogramm sind im Mai die Musiker Orsolya Janszo und Attila Farkas zu Gast. 

Unter dem Titel CHB Inkubation initiierte das Collegium Hungaricum Berlin in Zusammenarbeit mit dem Snétberger Zentrum für Musiktalente ein Programm, welches den herausragenden jungen Musikern des Zentrums die Möglichkeit bietet, sich einerseits dem Berliner Publikum vorzustellen und andererseits die vielfältige Musiklandschaft der Bundeshauptstadt sowie deren Institutionen und Vertreter zu entdecken. Im Mai sind im Inkubationsprogramm für einen Monat die beiden Nachwuchstalente Orsolya Janszo und Attila Farkas zu Gast.

Orsolya Janszo und Attila Farkas, die Gäste des CHB Inkubationsprogramms im Mai 
 
Als Teil des Programms übernehmen in Berlin lebende ungarische Musiker eine Mentoren Tätigkeit für die eingeladenen Nachwuchstalente. Mentoren sind neben dem Gitarristen und Namensgeber des Zentrums Ferenc Snétberger, der Gitarrist Gábor Csongrádi und der Schlagzeuger Szilveszter Miklós, als auch der Bratschist des Deutschen Symphonie-Orchesters, Viktor Bátki, die Studentin des Jazz-Instituts Berlin, Maja Mágedli, der Komponist Tamás Matkó sowie der Dis/Harmonika Künstler und Kurator des CHB, Vazul Endre Mándli.
Am 18. Mai um 20 Uhr findet ein gemeinsames Konzert der Nachwuchsmusiker zusammen mit ihrem Mentor Ferenc Snétberger am CHB statt. 
 
CHB Incubator
Das CHB als kreatives Zentrum sieht es im Rahmen seiner Programmarbeit als seine Aufgabe an, soziale und kulturelle Diskriminierung sowie Stereotypen abzubauen und gleichzeitig gesellschaftliche Integration zu fördern. In einer durch die Digitalisierung als immer offener begreifbaren Welt der freien Zugänglichkeit und grenzenloser Sichtbarkeit, erscheinen diese Forderungen bereits fast als selbstverständlich und obligatorisch. Dennoch verstärkt die fortschreitende Digitalisierung andererseits die Auffassung, dass gerade analoge und taktile Erfahrungen in jungen Jahren, nicht durch die Errungenschaften der digitalen Welt ersetzbar sind. 
Es gehört zu den Grundannahmen des Stipendien-Programms, dass es bei der Begabtenförderung von immenser Bedeutung ist, den Jugendlichen immer wieder die Möglichkeit zu geben, Referenzpunkte zur Entwicklung des notwendigen Selbstbewusstseins zu finden, indem ihnen die Erfahrung der Zugänglichkeit zur Welt vermittelt wird. Dieses Erlebnis verbunden mit der fachlichen Weiterentwicklung im internationalen Umfeld ist daher von unersetzbarem Wert.
 
Das CHB Inkubationsprogramm lädt im Kalenderjahr im Frühling und Herbst jeweils zwei talentierte jugendliche Roma für einen Monat nach Berlin ein. Das Inkubationsprogramm und das Snétberger Zentrum bemühen sich um die Einbeziehung von Jugendlichen, die bereits im Musik-Zentrum aktiv sind. Während des Mini-Semesters vertiefen die Teilnehmer ihre theoretischen und praktischen Fachkenntnisse im Rahmen eines vom Kurator entwickelten intensiven Lehrprogramms. Einen Mehrwert des Inkubationsprogramms stellt neben dem individualisierten Bildungsangebot, das Kennenlernen der Musiklandschaft Berlins mit ihrem vielfältigen Institutionensystem und Programmangebot dar. Als internationale Begegnungsplattform dient das Inkubationsprogramm auch der Vernetzung und schafft damit ein Fundament für eine grenzüberschreitende Musiklaufbahn der Jugendlichen. 
 
Das CHB Inkubationsprogramm wird vom Ministerium für Humanressourcen und dem Ungarischen Nationalen Kulturfonds gefördert. 
 
2018 Sommersemester: Orsolya Janszo und Attila Farkas 
 
Orsolya Janszo (1997) lernt klassischen Gesang in der Klasse von Gurgen Ovsepian am staatlichen Konservatorium in Bratislava. Seit 2016 ist sie außerdem Studentin am Snétberger Zentrum. Ihre Schulbildung absolvierte sie in ihrer Heimatstadt, im slowakischen Štúrovo. Seit 2017 ist sie am Snétberger Zentrum in Felsőörs auch als studentische Hilfskraft aktiv. In den vergangenen Jahren nahm sie an zahlreichen Gesangswettbewerben, u.a. in Verebély, Székesfehérvár und Wien teil. 2015 gewann sie den Dni Miloša Ruppeldta Wettbewerb von Bratislava, in der Kategorie Klassischer Solo-Gesang. Während ihres Berlin-Aufenthalts möchte Orsolya die lokalen Musikhochschulen sowie die klassischen und modernen musikalischen Institutionen Berlins kennenlernen sowie nicht zuletzt ihre Deutschkenntnisse verbessern.
Attila Farkas Attila (1998) ist Pianist. Er wurde im slowakischen Komarno geboren, wo er auch zur Schule ging. Von 2015-2016 war er Student an der reformierten Musikhochschule Béni Egressy in Budapest. Seit 2017 ist Attila Student am Snétberger Zentrum. 2016 gewann er den Sonderpreis „Die Hoffnung des Wettbewerbs” beim Nove Tvare Slovenskeho Jazzo. Während seines Stipendiums am CHB möchte er die Berliner Jazz-Szene kennenlernen, einen Einblick in das einzigartige Jazz-Institut der Hauptstadt gewinnen sowie gerne auch als Mitwirkender an Konzerten teilnehmen.