07.06.2018 | RULES: Programm am Donnerstag

 
RULES Tag 4 - MONTAG MODUS im Rahmen des Performing Arts Festival
 
PROGRAMM
 
CHB 5. Etage
13:30-17:00 
We didn´t do it! Crew: I Hug You,You Hug Me*
 
CHB Breuer Saal 
19:00-20:00
We didn´t do it! Crew: Mirror Meditation*
 
*Teilnahme an Registration gebunden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 
19:00-22:00
CHB Kozma Saal
 
Irina Demina + Tobias Leira
Herbarium LAB (work-in-progress)| Teil des Performing Arts Festivals Berlin (PAF)
 
 
Herbarium LAB ist ein Forschungsprojekt zu verschiedenen Naturphänomenen und ihrem Einfluss auf den Wahrnehmungsapparat unseres Körpers. Können sinnliche Erfahrungen, unbelebte Phänomene und nicht-materielle Substanzen Gegenstand der darstellenden und visuellen Künste werden? Wie können Strategien aus den Naturwissenschaften angewendet werden, um ein künstlerisches Herbarium zu schaffen, bei dem das Sammeln, Selektieren und Klassifizieren zur empirischen Methode wird? Wie können choreographische Methoden für immaterielle Substanzen angewendet werden? Ein Labor verwandelt sich in eine Art poetisch verkörperte Mythologie, das aus verschiedenen Perspektiven erkundet werden kann und sich durch verschiedene Medien artikuliert. 
 
Irina Demina (Ru/De) ist Choreographin, Dramaturgin und Tänzerin. Als freiberufliche Tänzerin arbeitete sie mit Choreographen wie Xavier le Roy, Jochen Roller, Angela Guerreiro, Soodong Jung, Halla Olafsdottir u.a. zusammen. 2013 erreichte sie den dritten Platz im Wettbewerb “Bestes Tanzsolo Deutschlands” in Leipzig. Seit 2008 entwickelt Irina ihre eigenen Projekte. 
 
Tobias Leira (No) ist Licht- und Bühnentechniker. Er machte seinen Abschluss am Dramatiska Institutet in Stockholm, Schweden und arbeitet mit zahlreichen Theatern und Künstlern weltweit zusammen.
 
 
 
19:00-(20:00 und 21:00)-22:00
CHB Weininger Saal
 
Julia Gladstone und Xenia Taniko
gen
 
 
Gen ist das Körperliche der Psyche, eine Skulptur der Zugehörigkeit, eine Maschine, die sich selbst wiederherstellt. Das Material ist eine formlose, Gestalt ändernde Masse – verworren und drängend. Die Performer werden zusammen zu einer Ansammlung von mehreren Selbst, die in ein Netzwerk von unabhängigen Beziehungen ergeben. Die Vorstellung vom einzelnen, kohärenten Performer wird verabschiedet. Sie macht der strukturierten und unvorhersehbaren Psyche als Landschaft Platz. Wir nutzen das Ursprüngliche und Unbeschreibliche, um zukünftige Körper in Echtzeit zu erschaffen und loten dabei neu aus, wie man im Jetzt zusammen sein kann.
 
Konzept, Verfahren, Regie: Julia Gladstone
Choreographie, Performance: Julia Gladstone + Xenia Taniko
 
Julia Gladstone ist Performerin, Künstlerin und Lehrerin, die das Selbst immer wieder jenseits der Grenzen des körperlichen Behältnisses imaginiert. Ihre Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten präsentierte sie international an Institutionen wie Volksroom (BE), Center Chorégraphique National (FR) und Judson Memorial Church (NYC).
 
Xenia Taniko ist eine in Berlin lebende Künstlerin, die sich mit Performances und Choreographie beschäftigt. In ihrer künstlerischen Arbeit schöpft sie aus Kulturen der Zusammenarbeit und nähert sich der Choreographie als einem experimentellem Verfahren des in-Beziehung-Setzens. Xenia ist Mitglied in dem Kollektiv female trouble. Ihre Arbeiten wurden u.a. auf den Tanztagen in den Sophiensälen Berlin, dem Veem Theatre Amsterdam (NL) und Bazaar Festival Prague (CZ) aufgeführt.   
 
 
20:00-21:00
CHB Moholy-Nagy Saal
 
Canabarro/Molnár/Vadas/Vass
DEEPER | Teil des Performing Arts Festivals Berlin (PAF)
 
 
DEEPER ist eine fortwährende Bewegung, die dem Verstehen und der Erfahrung des anderen nachgeht. Das Stück erforscht Interaktion über den Tastsinn. Der Tastsinn hat seine eigene Sprache, er verlangt Zeit. Er ist direkt und bestimmt, aber auch einfühlsam und zart. Die Berührung überschreitet physische Schichten und ist ein Übergang ins Ungewisse. Von Schicht zu Schicht, von Haut zu Haut, von Leder zu Leder, Mensch zu Mensch, Paar zu Paar. Wie kann man berühren ohne zu berühren? Wie kann man jemandem nahe sein, ohne ihm oder ihr zu nahe zu kommen?
 
Die Tänzer und Choreographen Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas und Imre Vass führten DEEPER im Trafó, House of Contemporary Arts in Budapest auf. Sie nahmen dieses Forschungsprojekt als Ausgangspunkt, um eine Performance eigens für das RULES Festival auszuarbeiten. 
 
Kreateure und Darsteller: Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas, Imre Vass
Musik: Bálint Szabó
Bühne und Kostüm: Márton Emil Tóth, Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas, Imre Vass
Co-Produzenten: Katlan Csoport 
Produktionspartner: Trafó House of Contemporary Arts
Förderer: NKA, Emmi, Sín Culture Centre, Workshop Foundation, Art Quarter Budapest, Új előadóművészeti Alapítvány
 
Márcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas and Imre Vass sind Tánzer und Choreographen, die teils in Berlin, Budapest und Montréal leben. Sie kennen sich bereits seit Jahren, dennoch ist DEEPER ihre erste gemeinsame Arbeit. Canabarro arbeitete mit Künstlern wie Keith Hennessy, Peter Pleyer, Adrien Hód, Meg Stuart und Benoît Lachambre zusammen. Imre Vass arbeitet hauptsächlich an Solo-Produktionen. Sein Fokus liegt dabei auf dem Dialog zwischen Körper und Geist und dem wechselseitigen Verhältnis von Performer, Performance und Publikum. Csaba Molnár versucht in seinen Arbeiten oft radikale Extreme miteinander zu vereinen. Sein Interesse gilt dabei der Frage, wie unterschiedliche Ausdruckarten, vor allem wenn sie einander gegenüber gestellt werden sogar die persönlichsten Erscheinungen des menschlichen Lebens in universale und befreiende Theatererfahrungen verwandeln können. Zsófia Tamara Vadas‘ künstlerische Arbeiten zeichnen sich durch eine gemeinschaftliche und kreative Herangehensweise aus. Sie und Csaba Molnár wurden mit dem Lábán Award für zeitgenössischen Tanz ausgezeichnet.
 
 
 
 
19:00-22:00
CHB Werkstatt
 
AAAA: János Brückner, Xaver Hirsch, Astarte Posch, Victoria Sarangova 
How To Feel Better?  | Teil des Performing Arts Festivals Berlin (PAF)
 
 
Jemand möchte umarmt werden, während eine andere Person einfach alleine sein möchte. 
Ein 90-minütiges öffentliches Experiment mit einem Wohlfühlaphabet, das hierfür entwickelt wurde. 
Verwandlung des Raumes auf der Suche danach, wie man sich besser fühlt.
 
das ist ein leerer Raum, der nach und nach gefüllt wird
eine Spielwiese
kein Publikum, keine Performer, kein Instrukteur 
Komm, mach mit und finde heraus, was dich dich besser fühlen lässt
Optimalisierung ist ein täglicher Virus: Tricks, hacks, Methoden, Methodologie, Lebensweisheit der Ahnen, astrologische Weisheiten, Ratschläge der Pop Kultur, Anekdoten, Dogmen, Geheimnisse, Regeln, Befehle, Routine, Agenden, professionelle Empfehlungen. 
 
How to feel better ist ein investigatives Performance-Labor, das die Möglichkeiten der Domestizierung, Personalisierung und Aneignung von zeitgenössischen Räumen auslotet. Wie können wir kalte Räume (beispielsweise die 103,6 m2 vor Angela Merkels Schlafzimmer) gemäß unseren Bedürfnissen und Sehnsüchten in warme Räume verwandeln? Wie könnte dieser Raum aussehen? Was gibt es sonst noch? 
 
AAAA ist eine Kooperation von vier Personen mit unterschiedlichem Hintergrund: sowohl in Hinblick auf die Methoden und die angewandten Formate (Fotografie, Performance, Malerei, digitale Bilder) als auch auf die Herkunftsländer. Die Gruppenmitglieder János Brückner, Xaver Hirsch, Astarte Posch und Victoria Sarangova eint ein gemeinsames Interesse in Muster, Sprache, Musik und Realismus sowie ihr Postgraduierten-Studiengang in Kunst an der UdK Berlin.