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09.10.2017 20:00 | Montag Modus #15 Animalinside

 

 

Montag Modus Performance Series
#15 Animalinside
09. 10. 2017, 20:00-23:00 Uhr
Collegium Hungaricum Berlin (CHB)
Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin| Eintritt frei
Facebook-Event 

Mit:

Miriam Jakob: THE ANIMAL LOOKS BACK
Csaba Molnár: WATCH ME HAPPENING
Mummy’s Sloppy Honey: WAR PAINT
Dragana Bulut: PASS IT ON

Am Montag, dem 9. Oktober um 20 Uhr präsentiert das CHB die 15. Edition der Performance-Reihe Montag Modus. Animalinside ist der Titel des bevorstehenden Events, das unter anderem aus Work-in-Progress-Produktionen besteht, außerdem eine Vortrags-Performance sowie eine interaktive Theater-Installation von Miriam Jakob, Csaba Molnár, Dragana Bulut und der kollaborativen Theatergruppe Mummy’s Sloppy Honey beinhaltet.

2017 fokussiert die Reihe auf das Thema Neuordnung und Neugestaltung – ein Konzept, welches eng mit den Begriffen der Umverteilung und Gerechtigkeit, aber auch mit der Idee der sich ändernde Wahrnehmung der Zeit, der Umwälzung von Positionen und Deutungsmustern verbunden ist. Die eingeladenen Produktionen werden sich in ihrer individuellen Interpretation den Abend hindurch an diesen Faden halten und ein vielseitiges Bild von der Grenze zwischen Instinkt und Intellekt erschaffen.
Das Thema ist inspiriert durch den Titel des gleichnamigen, genreübergreifenden Buches „ÁllatVanBent” – einer Kollaboration zwischen dem deutschen Maler Max Neumann und ungarischen Schriftsteller László Krasznahorkai.

Kurator: Léna Szirmay-Kalos
MM1710 Artikel

 

Miriam Jakob: THE ANIMAL LOOKS BACK (work-in-progress)
MM1710 Miriam
Foto © Felix Classen

Miriam Jakob untersucht in ihrer aktuellen Recherchephase gemeinsam mit verschiedenen AkteurInnen die Beziehung zwischen Mensch und Menschenaffe. Die Trennlinie zwischen animalisch und menschlich wird anhand individueller Erfahrungsberichte zu einem vielschichtigen Bildnis einer Grenze zwischen „Ich“ und dem „Anderen“ aufgefächert. Im Spannungsfeld von Ähnlichkeit und Differenz entlarvt der Blick des Tiers das Menschsein als fragwürdige Definition. Für den Montag Modus wird Miriam Jakob eine Auswahl des bisher entstandenen Materials in Form einer raumspezifischen installativen Montage präsentieren, und dem Publikum Einblicke in ihren Forschungsprozess bieten.
Die in Berlin lebende Choreografin Miriam Jakob verbindet in ihrer künstlerischen Praxis anthropologische Fragestellungen mit Diskursen aus der zeitgenössischen Choreografie. Dabei entstehen Anordnungen, in denen die Bühne auf humorvolle, sowie poetische Weise als Repräsentationsmaschine sichtbar gemacht wird, ohne dabei den Glauben an eine Annäherung an das Unmögliche und Utopische aufzugeben.
Verfasserin und Performerin: Miriam Jakob
Performerin: Ana Laura Lozza
Sound/Video/dramaturgische Beratung: Felix Classen

 

Csaba Molnár: WATCH ME HAPPENING (work in progress)
MM1710 MolnarCsaba
Foto © Adrienne Noémi Juhász

 

“Ich wollte nur tanzen, wurde aber immer wieder mit dem Chaos in meinem Kopf konfrontiert, das stärker als meine Bewegungsversuche war. Die Disharmonie meiner Sehnsüchte und meines wirklichen Zustandes hat mich gelähmt. Von außen statisch, in meinem Inneren tauchte aber eine intensive Rührung auf und hat sich ans Werk gesetzt. Eine Spannung, die man nutzen, erleben und durch Bewegung angeglichen sowie gezähmt werden musste – die ursprünglich destruktive Situation musste in eine konstruktive verwandelt werden.“
Watch Me Happening ist eine Verhandlung oder ein Dialog, eine Diskussion mit sich selbst oder eben ein Tanz, ein Solo, in dem objektive und subjektive, persönliche sowie kollektive Perspektiven, Meinungen und Ideen an der Grenze von Instinkt und Bewusstsein balancieren.
Csaba Molnár ist a Tanzer und Choreograf aus Budapest. In seiner künstlerischen Praxis versucht er radikale Extreme miteinander zu versöhnen. Er erkundet, wie die unterschiedlichen Ausdrucksweisen, wenn sie nebeneinandergestellt werden, das einfachste Privat-Rituale aus dem Alltag eines Menschen in ein universelles und befreiendes Theater-Erlebnis verwandelt werden kann.
Verfasser und Vortragender: Csaba Molnár
Musik: Ábris Gryllus
Produktion: SÍN Produkció (HU)
Mit freundlicher Unterstützung des Nationalen Kulturfonds Ungarn.

 

Mummy’s Sloppy Honey: WAR PAINT
MM1710 MSH War Paint
Foto © Lena Meyer

War Paint ist eine Theater-Installation, ein Prozess des Zurechtmachens, bevor man als Frau das Haus verlässt. Das Stück ist autobiographisch und lehnt an die persönliche Erfahrungen der Performerin, wie an ihre eigenen Verhältnisse zu ihren Körpern, an.
Die Rolle des einzelnen Beobachters, wie eine insgesamt intime Beziehung zu den Zuschauern, spielt in dem Raum eine entscheidende Rolle. Die Installation berührt Themen der Schönheit, Verletzlichkeit, Unsicherheit, Fragilität und Stärke. Es hinterfragt, weshalb genau (und für wen letztendlich) wir unsere Körper bestimmten Veränderungen unterwerfen.
Mummy’s Sloppy Honey formt sich als Kollektiv aus Absolventinnen des Faches MA Advanced Theatre Practice an der Royal Central School of Speech and Drama, London. Veronika Szabó, India Georgina Smith, Cassie Symes und Georgina Thomas konzipieren live Perfomances und Installationen, die sich speziell mit der Rolle des weiblichen Körpers auseinandersetzen und in einer intimen Atmosphäre.
Mit freundlicher Untertsützung der Royal Central School of Speech and Drama.

 

Dragana Bulut: PASS IT ON
MM 1710 Dragana
Foto © Sven A. Hagolani

Pass it on ist eine in eine inszenierte Auktion, die sich mit den Fragen der Urheberschaft, dem Verhältnis zwischen Materialität und Immaterialität sowie dem Wert eines Kunstwerks auseinandersetzt. Dabei werden die unterschiedlichsten Objekte versteigert. Genaue Regeln zur Auktion und das Formular zur Registrierung werden vor Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Bei der Anmeldung erhält man eine Nummer zur Ersteigerung, und wird so zu einem potentiellen zukünftigen Besitzer der Objekte, die erst bei der live Auktion präsentiert werden. Betont sei hierbei, dass man sich nicht automatisch auch zu dem tatsächlichen Kauf verpflichtet, man erhält lediglich die Möglichkeit zum Erwerb von Kunstobjekten auf Verhandlungsbasis und natürlich viel Spaß bei der Auktion.
Dragana Bulut ist eine in Berlin wirkende Künstlerin aus Belgrad, die mit Choreographien und Performance arbeitet. Mit der Perspektive auf das Theater als ein sozialer Treffpunkt, hinterfragt sie verschiedene Konfigurationen der Ästhetik, der Arbeit und der Wirtschaft. Indem sie verschiedene Gesellschaftsformen unter die Lupe nimmt, schafft sie Performances, die auf der Spannung der Grenze zwischen dem Materiellen und Immateriellen, Objekt und Affekt, der Realität und Fiktion begründet sind.
Mit freundlicher Unterstützung von: Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin (HZT), Station- Service For Contemporary Dance Belgrade, Stadtrat Belgrad

 

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