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01.06.2017 20:00 | EPIC: IMAGINE WAR & WHITE SONG

EXTENDING PANIC INEVITABLE: IMAGINE WAR & WHITE SONG
CHB Scenic Modus
Konzert-Performance und Installation

Konzeption, Dramaturgie, Installation: Hajnal Németh
Besetzung: Christian Bringzen, Peter D'Elia, Jenő Fekete, Albert Orgon, Wolfgang Kordbarlag

1. Juni 2017 20 Uhr
CHB – Collegium Hungaricum Berlin, Breuer und Moholy-Nagy Säle

Facebook-Event

Eintritt frei.

 

Am Abend des 1. Juni kann das Publikum Einblicke in die Arbeit der ungarischen Konzeptkünstlerin Hajnal Németh aus den letzten Jahren gewinnen. Unter den beiden Sammeltiteln Imagine War und White Song werden mehrere Werke aufgeführt, die die teilnehmenden Künstler im Rahmen einer Werkstattarbeit ab dem 3. Mai ortsspezifisch, in den Räumlichkeiten des CHB erarbeiten.

 

Imagine War –Imagine War – Duo Version für 6 Lieder
mit Jenő Fekete (Gesang, Elektroakustische Gitarre), Albert Orgon (Gesang, Bass)

Artikel Imagine War

Hajnal Németh: IMAGINE WAR, Jenő Fekete (Gesang, Gitarre) und Albert Orgon (Gesang, Bass), Trafóklub, Budapest, 2017. Foto: Borbála Szalai

 

Das Stück unter dem Titel Imagine War (2014-2017) ist ein Konzert, welches in unterschiedlicher Zusammensetzung aufgeführt werden kann: so etwa von einem/einer Solosänger/Solosängerin, einem Duo oder einem Orchester.  Es setzt sich aus 6 bis 10 populären Liedern der 1960er/1970er Jahre zusammen. Die Neuinterpretation lässt die Pop-Songs gerade noch wieder erkennbar erscheinen, doch die im ersten Moment als bekannt vorkommenden Texte täuschen und provozieren die Zuhörer: Jene entstehen als Ergebnis eines Sprachexperiments und sind Umschriften, die  trotz minimaler formaler Eingriffe in den ursprünglichen Liedtexten einen gänzlich neuen Inhalt vermitteln. 

 

Das Stück wurde in den vergangenen Jahren in Budapest (Trafó) und Paris (Palais de Tokyo) aufgeführt. Bei der Berliner Vorstellung präsentieren Albert Orgon und Jenő Fekete: Here Comes The Gun, I’ll Be Your Terror, I Slave, Meme Fatale, Imagine War, Crime Is On My Side. Als Quellen dienen: The Beatles, John Lennon, The Velvet Underground, The Rolling Stones.

 

 

White Song – Among Others
mit Christian Bringzen (Elektrogitarre), Peter D'Elia (Gesang und Elektroakustische Gitarre

Artikel2 EPIC Season 1

Hajnal Németh: WHITE SONG, Christian Bringzen (Gitarre) und Peter D'Elia (Gesang, Gitarre), CHB, Berlin, 2017. Foto: Hajnal Németh

Seit 2016 sind mehrere zusammenhängende Werke unterschiedlichen Formats entstanden, die in ihrer Ganzheit zum ersten Mal im CHB vorgestellt werden. Den drei Komponenten der spartenübergreifenden Produktion - eine fotografische Serie, eine Installation sowie ein Konzert - dient gleicherweise die überarbeitete Version des 1970 erschienenen Songs I Hate the White Man von Roy Harper als Grundlage.

Harper – selber ein weißer Brite - ,der die westliche Gesellschaften äußerst kritisch betrachtet, führt in seinem Lied poetisch jedoch konkret die Gründe für seine Abneigung auf. Hajnal Németh erklärte in einem Interview: „Hier war es mir vom Anfang an ziemlich klar, welche Änderung ich am Text vornehmen soll, wenn ich vom Rassismus sprechen möchte. Der im urpsrünglichen Refrain wiederkehrende Satz >> I hate the white man<< wurde zum „Opfer” der künstlerischen Spiellust. Hierbei habe ich eine ganz winzige Änderung durchgeführt und bloß ein Komma hinter das Wort >>white<< gesetzt, so dass >>man<< zu einer Art Aufforderung wurde. Zudem habe ich noch den Namen der Farbe an manchen Stellen auf schwarz, gelb oder rot ausgetauscht.”

Die musikalische Umsetzung des auf dieser Weise neu entstandenen Textes ist eine eigenständige, abstrakte Überarbeitung von den teilnehmenden Künstlern – in Anspielung auf die völlig abstrakte Natur und den Ursprung der aufbrechenden Hassgefühle gegen einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen.

 

 

Artikel White Song

Hajnal Németh: WHITE SONG, Installation, Trafó Galéria, Budapest, 2017. Foto: Miklós Surányi

 

Hajnal Németh, geboren 1972, ist eine ungarische Konzeptkünstlerin. Ihr Werk nimmt die Gestalt von Musicals, Opern, Performances, Filmen und Fotografien an. Durch kleine, aber markante Veränderungen und Eingriffe lädt sie populäre Gedichte, Lieder und Texte mit politischen Statements auf und provoziert damit das Publikum dazu, eine bewusste Haltung einzunehmen. Németh hat bereits in zahlreichen Institutionen international ausgestellt, unter anderem im Kunstmuseum Stuttgart, auf der 54. Biennale in Venedig, im Martin-Gropius-Bau, Berlin, und in der Tate Modern, London.

Christian Bringzen aus Neuseeland durchlief an der New Zealand School of Music eine klassische Ausbildung als Komponist und Jazzgitarrist.  2010 ist er nach Europa gezogen und gestaltet seitdem aktiv die Musikszene Berlins mit. Zurzeit spielt er in der Rockband 4minutemile.
 
Peter D’Elia lebt und arbeitet seit 2005 in Berlin, ist aber mit seiner Band The Beez regelmäßig auf Tourneen nicht nur in Deutschland sondern auch in Australien. Er gibt ebenso Solokonzerte sowie im Duo The Lincoln Boys mit Same Dale. D’Elia spielt die Gitarre und die Ukulele, zudem als Singer-Songwriter trägt er auch seine eigene Lieder  vor.
 
Jenő Fekete ist seit den 1980er Jahren ein  prägender Charakter der Bluesszene Ungarns, Gründer der Bands Muddy Shoes und Palermo Boogie Gang sowie der George Harrison Tribute-Band Supegroup. Seine Alben zeugen von einem spannenden musikalischen Ansatz zwischen Genrewelten: Sie sind gleichzeitig durch R&B und sanfte Balladen, langsamen Blues und klassische boogie-woogie geprägt.
 
Der Jazz-Musiker Albert Orgon ist ein außergewöhnlich begabter Entdeckte des New Generation Programms von Ferenc Snétberger. Heutzutage arbeitet er hauptsächlich als Sänger und Komponist, zudem spielt er den Bass. Er trat bereits mit solchen renommierten Persönlichkeiten der ungarischen wie internationalen Jazz-Szene, wie etwa Kálmán Oláh, Béla Szakcsi Lakatos, Mihály Dresch, Red Halloway, Tino Gonzalez oder Abbey Lincoln auf. 
 
Wolfgang Kordbarlag (D) geboren 1951 in Bielefeld. Klavierunterricht ab 1959. Ab 1971 neben dem Studium von Politikwissenschaft, Geschichte und Geographie verschiedene Rock- und Fusion-Projekte zunächst in Mainz, dann in Frankfurt. In Frankfurt Ausbildung zum Musiklehrer, daneben Arbeit als Klavierbegleiter für modernen Tanz, Stummfilmbegleitung sowie als Barpianist. Ab 1983 Arbeit als Lehrer für Musik und Gesellschaftskunde an einer Real- und später Gesamtschule in Berlin- Kreuzberg. Daneben Bandprojekte. Seit der Pensionierung 2011 wieder verstärktes aktives Musizieren als Pianist.

Die Künstlerin wird in Berlin durch die Galerie EBENSPERGER vertreten.

 

Die Aufführung am 1. Juni sowie die vorhergehende Studioarbeit im CHB werden in Organisation des EPIC (Extending Panic Inevitable Center) realisiert.

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