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Die Modi

Das Programm des CHB wird entlang gut überschaubarer Einheiten, sog. Modi strukturiert. Die fünf Modi bieten dem mannigfaltigen Programmangebot einen festen Rahmen mit wiederkehrenden und dadurch leicht wiedererkennbaren Elementen, welche der Publikumsbindung dienen.

Scenic Modus
Der  Scenic Modus dient als Sammelbegriff für präsenz-basierte Formate: Theater, zeitgenössische Tanz- und Bewegungskunst. Ein besonderer Akzent innerhalb des Scenic Modus stellt die im Mai 2015 gestartete zweimonatliche Programmreihe Montag Modus dar, die sowohl ungarischen als auch internationalen Performance-Künstler*innen die Möglichkeit bietet, sich dem Berliner Publikum vorzustellen. Ebenso als Teil des Scenic Modus liefen 2016 unter dem Titel Approximations die viertägige Performance-Vorstellungen von Martin Sonderkamp und Darko Dragicevic; das im Rahmen eines Workshops im CHB entwickelte neue Stück  der Compagnie Pál Frenák oder das eigenständige Festival Entropy Works unter Beteiligung der Künstler*innen Éva Andrea Győri, Lőrinc Borsos und Hajnal Németh. Unter den Einzelveranstaltungen  im Jahr 2017 sind die in Zusammenarbeit des ungarischen Ensemble STEREO Akt und des Berliner Kollektivs hannsjana erarbeitete performative Audio-Installation Escape Room Europe sowie die deutsche Uraufführung des Stücks Toldi von der ungarischen Forte Company besonders beachtenswert.

Sound Modus
Der Sound Modus bietet Raum für die unterschiedlichsten akustischen Situationen: von klassischer und zeitgenössischer Musik über experimentelle Musikprojekte bis hin zu Sound-Installationen. Einen Schwerpunkt des Modus stellt das  erstmals im Januar 2016 veranstaltete Artist-in-Residence-Programm Spirale Residenzen dar. Das auf zwei Jahre angelegte Residenzprogramm mit insg. acht Ausgaben beruht auf dem Modell zur gesellschaftlichen Entwicklung Spiral Dynamics. Es lädt vierteljährlich ausgewählte Musiker*innen aus Ungarn und Deutschland dazu ein, im Rahmen eines einwöchigen kreativen Arbeitsprozesses unter der Anleitung des Kurators je eine Stufe des Modells zu reflektieren. Ein anderes wesentliches Projekt innerhalb des Sound Modus wurde mit der Einladung des ausgezeichneten Chicagoer Fusion- und Conceptual-Komponisten Jean-Paul Bourelly angelegt: Unter seiner Leitung und auf Grundlage der besonderen musikalischen Technik conduction bzw.sound painting wurde 2016 das hauseigene Band des CHB – das CHB Orchestra – ins Leben gerufen, welches bereits mehrere abendfüllende Konzerte im Haus und  auch in der Budapester Kultbar Szimpla Kert gegeben hat. Als Kollaboration zwischen dem Scenic und dem Space Modus wurde ebenso 2016 das genreübergreifende Programmformat, Resonanzraum, eingeführt, das Literatur Musik und multimediale Kunst in einer einzigen Performance miteinander verbindet.

Screen Modus
Screen Modus steht für alles, was mit der zweiten Dimension verbunden wird: von der Filmkunst über Fotografie bis zur digitalen Welt mit Interface, Projektion, Mapping und Video-Streaming. Als Auftaktveranstaltung des Modus wurden von Februar bis April 2016 in der Galerie C/O werke des ungarischen Fotografen Péter Puklus gezeigt. Ein Höhepunkt im Programm des CHB bildet das zehntägige ungarische Filmfestival HUNIWOOD, das jährlich im Oktober in Kooperation mit dem Kino Babylon veranstaltet wird und die neuesten Filmwerke aus Ungarn in drei Sektionen – Spiel-, Dokumentar-, sowie Kurz- und Animationsfilm – präsentiert. Im vergangenen Jahr hat im Rahmen des Europäischen Monat der Fotografie Berlin ein Workshop für junge Fotograf*innen aus Berlin unter der künstlerischen Anleitung des mit dem Capa Grand Prize ausgezeichneten Fotografen und Dozenten der Moholy-Nagy Universität für Kunsthandwerk und Gestaltung Arion Gábor Kudász stattgefunden. Neben der jährlichen Filmwerkschau bildet der Ungarische Filmklub Berlin ein weiteres wiederkehrendes Element im Programm des Screen Modus. Hierbei durften wir u.a. Regisseurin Ildikó Enyedi, Gewinnerin des Goldenen Bären 2017, die Animationsfilmemacher Zsuzsanna Kreif und Balázs Turai sowie der Filmkomponist und DJ Dániel Karányi als Gast begrüßen. Als Teil des Screen Modus wurde ebenso 2016 anlässslich des 60-jährigen Jubiläums des Ungarn-Auftstandes die zehntägige Intervention mithilfe der einzigartigen Technik Video-Painting unter dem Titel Jedermanns Aufstand im Stadtraum Berlins realisiert.

Space Modus 
Im Fokus des Space Modus stehen Objekt- und Raumnutzung, d.h.  dass neben den Gebieten Mode, Architektur oder Design auch die Problematik gemeinschaftliche Raum- und Stadtnutzung behandelt wird. Ständige Programmelemente des Modus bilden die beiden hauseigenen Artist-in-Residence Programme CHB Residency und CHB Atelier. Das 2016 gestartete CHB Residency bietet den eingeladenen Kunstschaffenden zur Erstellung eines ortsspezifischen Kunstwerks Unterkunft, ein Arbeitsstudio samt technischer Infrastruktur sowie einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten und zu den Produktionskosten. Im Anschluss an den einmonatigen Aufenthalt können die entstandenen Kunstwerke bis zum Beginn des nächsten Residency vor Ort besichtigt werden. Das 2017 neu eingeführte CHB Atelier lädt in Berlin lebende und wirkende Künstler mit einem Bezug zu Ungarn dazu ein, für einige Wochen ein Open Atelier im Gebäude einzurichten und Interessenten einen Einblick in ihre laufenden Arbeitsprozesse zu ermöglichen. Unter den Einzelveranstaltungen sind das zweitägige Architekturforum Socialist Modernism: Utopias and Realities im April 2016 oder die einwöchige Arbeitsaufenthalte aus Ungarn eingeladener kreativer Kollektive, wie das  interdisziplinäre Innovationslabor EJTech, das cinematographische Performance-Kollektiv DoN’t Eat Group oder das Installationsprojekt Air Slaves im Rahmen der Transmediale Vorspiel, hervorzuheben. Des Weiteren wurde im Rahmen des Space Modus die Teilnahme solcher arrivierten wie aufstrebenden Marken aus dem ungarischen kreativen industrie wie die Codolagni, YKRA oder Kata Szegedi auf dem DMY International Design Festival sowie auf der Berlin Fashion Week gefördert.

Science Modus
Das Science Modus ist das Kaffeehaus des Geistes: interkultureller Vermittlungsort für zeitgenössische Kunst und Wissenschaft. Als Teil des Modus organisiert das CHB jedes Jahr den Auftritt Ungarns auf der Leipziger Buchmesse und ergänzt den nach eigener Konzeption gestalteten Pavillon mit einem breiten Spektrum an Fach- und Besucherprogrammen. Neben der Buchmessenteilnahme stellt seit 2016 die genreübergreifende Veranstaltungsreihe Resonanzraum in Kollaboration mit dem Sound Modus ein weiteres ständiges Element im Programmangebot dar. Über zahlreiche Konferenzen und Podiumsgespräche zur literarischen wie geschichtswissenschaftlichen Themen hinaus wurde auch die deutsch-ungarische Poesienacht Poesie Pur Freiheit oder anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Ungarn-Aufstandes 1956 das Videoinstallationsprojekt Memory Project 1956/2016 realisiert. Zur Letzteren hat die Dokumentarfilmregisseurin Réka Pigniczky im Auftrag des CHB Videointerviews mit ehemaligen ungarischen Aufständischen, die auf deutschem Gebiet Zuflucht fanden, gedreht.

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