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15.03.2016, 19:00 | Poesie Pur Freiheit. Poesienacht im CHB

 

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Das CHB lädt am Vorabend der Leipziger Buchmesse zur Feier der Freiheit und Freundschaft in der zeitgenössischen Dichtung, mit Poesie, Performance, Musik und Wein.

Mit dabei sind:
Lesung: György Dragomán, Daniel Falb, Orsolya Kalász, István Kemény, Márió Nemes Z., Monika Rinck, Daniela Seel, Tom Schulz.
Performance & DJ: Die Black Garde, Technologie und das Unheimliche (T+U): Das hungarofuturistische Manifest

György Dragomán (geb. 1973, Marosvásárhely [Târgu-Mureş]/Siebenbürgen) übersiedelte 1988 mit seiner Familie nach Ungarn. 2002 erschien sein preisgekrönter erster Roman Das Buch der Zerstörung. Er hat über Beckett promoviert, übersetzt aus dem Englischen und arbeitet als Webdesigner. Der weiße König (2005; dt. 2008) ist in dreißig Ländern erschienen. Sein neuer Roman Der Scheiterhaufen (2014) erschien letztes Jahr in der Übersetzung von Lacy Kornitzer beim Suhrkamp Verlag.
Daniel Falb
(geb. 1977, Kassel) zählt zu den jüngsten gewichtigen Stimmen der deutschsprachigen Lyrik. Seit 1998 veröffentlicht er in Zeitschriften und Anthologien, viele Jahre lang nahm er am Berliner Autorenforum "lauter niemand" teil. Sein Debütband die räumung dieser parks erschien 2003 als erster Titel bei kookbooks berlin und wurde mit dem Lyrik-Debüt-Preis 2005 des Literarischen Colloquium Berlin (LCB) und Kunst:Raum Sylt-Quelle ausgezeichnet. Zuletzt erschienen: CEK. COÖPERATION est KOÖRDINATION. Gedichte. Kookbooks, 2015.
Orsolya Kalász
(geb. 1964, Dunaújváros) ist eine ungarische Lyrikerin und Literaturübersetzerin, die in Berlin lebt und ihre Werke zweisprachig verfasst. 1984 begann sie zu veröffentlichen. Sie übersetzt zeitgenössische ungarische Lyrik ins Deutsche, seit dem Jahr 2000 häufig in Zusammenarbeit mit der Lyrikerin Monika Rinck. Zuletzt erschienen (Übersetzung): István Kemény: Ein guter Traum mit Tieren. Gedichte. Aus dem Ungarischen von Orsolya Kalász und Monika Rinck. Matthes & Seitz Berlin, 2015.
István Kemény (geb. 1961, Budapest) gehört seit den 80er Jahren zum festen Bestand der ungarischen Literatur und beeinflusste viele Autoren der nachfolgenden Generationen. Seit seinem Debüt 1984 erschienen neun Lyrikbände sowie Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke und Essays, darunter auf Deutsch der Gedichtband Nützliche Ruinen (2007) sowie der Roman Liebe Unbekannte (2013). István Kemény war 2010 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.
Márió Nemes Z. (geb. 1982, Ajka/Ungarn) ist Lyriker, Kritiker und Kunsttheoretiker. Er ist Mitbegründer der Lyrik-Gruppe „Telep Csoport“ (2005). Bisher hat er auf Ungarisch drei Lyrikbände veröffentlicht: Improvisierte Bemerkungen über das Fleisch (2006), Bauxit (2010) und Der Erzbischof weint (2014). 2014 erschien sein Essay-Band Vorbereitung als Metapher. Zusammen mit Zsolt Miklósvölgyi und Márk Fridvalszki gründete er in Berlin das kulturtheoretische Fanzine und smallpress Technologie und das Unheimliche (2013). Márió Z. Nemes ist Teilnehmer des Austauschprogramms für Schriftsteller der Akademie Schloss Solitude. Zuletzt erschienen: Puschkins Brüste. Gedichte. edition solitude, 2016.
Monika Rinck (geb. 1969, Zweibrücken) bewegt sich künstlerisch auf unterschiedlichsten Gebieten. Sie ist Lyrikerin, Essayistin und Mitglied der Aktionsgruppe „Das Lemma“; gemeinsam mit Orsolya Kalász übersetzt sie aus dem Ungarischen. In ihrem begriffsstudio, einem online-"work in progress", "archiviert und sondiert sie merkwürdige Begriffsprägungen und Wortbildungen", so der Kritiker Michael Braun, "die uns der Medien-Alltag zuspielt". Um diese Bruchstücke herum entsteht ein freudig hybrides Konvolut zwischen poetischem Tagebuch und Gegenwartslexikon.
Rinck erhielt zahlreiche Würdigungen, zuletzt 2012 den Kunstpreis Berlin im Bereich Literatur. Zuletzt erschienen: Wir. Phänomene im Plural. Verlagshaus Berlin, Edition Poeticon, 2015.
Daniela Seel (geb. 1974, Frankfurt) ist Dichterin, Lektorin, Übersetzerin und Verlegerin. 2003 gründete sie zusammen mit dem Buchkünstler und Illustrator Andreas Töpfer den Independent-Verlag kookbooks. 2011 erschien bei kookbooks ihr erster Gedichtband ich kann diese stelle nicht wiederfinden, der u.a. mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis, dem Ernst-Meister-Förderpreis und dem Kunstpreis Literatur von Lotto Brandenburg ausgezeichnet wurde. Bisher sind ihre Gedichte in zwölf Sprachen übersetzt worden. Zuletzt erhielt sie im Jahr 2015 ein Arbeits- und Recherchestipendium des Berliner Senats.
Tom Schulz (geb. 1970, Oberlausitz) arbeitet seit 2002 als freier Autor und seit 2008 als Projektleiter des Lyrik-Workshops „open poems“ an der Literaturwerkstatt Berlin. Er ist Herausgeber der Anthologie Alles außer Tiernahrung – Neue Politische Gedichte (Rotbuch, 2009), die politische Lyrik aus einer Generation versammelt, der man häufig politisches Desinteresse vorwirft. Er ist Mitherausgeber einer Kneipenbuch-Reihe im Berliner Taschenbuch Verlag. Zuletzt erschien: Lichtveränderung. Hanser, 2015.
T+U (Technologie und das Unheimliche) ist ein in Berlin-Budapest-Leipzig-Barcelona gegründetes Publikationsprojekt sowie eine interdisziplinäre Bewegung, initiiert von Mark Fridvalszki, Zsolt Miklósvölgyi und Márió Z. Nemes. T+U zielt darauf, die kulturellen Phänomene, die aus einer Konfrontation zwischen conditio humana und Technologie resultieren, durch thematische Fragestellungen und entsprechende Projekte zu umreißen. In dieser Mission vermittelt T+U zwischen kulturellen Technologien innerhalb des Kontextes der Post-Digitalisierung und versucht, para-akademisches Denken mit künstlerischen Taktiken zu verunreinigen.

Eintritt frei.


Ungarn gedenkt am 15. März der Freiheitskämpfe von 1848 /49.

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